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Marseille

Marseille, Frankreichs älteste Stadt, ist ein sonnengebleichter Mittelmeerhafen zum Erkunden mit Audioguides — vom Alten Hafen über Notre-Dame de la Garde bis zu den Calanques.

Orte in Marseille

Frankreichs älteste Stadt am Meer

Marseille entstand um 600 v. Chr., als griechische Seefahrer aus Phokaia in einer geschützten Bucht anlegten und Massalia gründeten. Sechsundzwanzig Jahrhunderte später ist diese Bucht noch immer das schlagende Herz der Stadt — der Alte Hafen, wo Fischer am Quai des Belges den Morgenfang verkaufen und Caféterrassen auf einen Wald aus Masten blicken. Diese Stadt versteht man am besten Geschichte für Geschichte: Streifen Sie mit einer selbstgeführten Audiotour im Ohr durch die lauten, sonnengebleichten Straßen, und sie fügen sich zu 2.600 Jahren von Ankünften — Griechen, Römer, Korsen, Armenier, Nordafrikaner — jede Welle hat ihre Spur hinterlassen.

Marseille ist Frankreichs zweitgrößte Stadt und doch ganz anders als Paris oder die polierte Riviera. Sie ist vielstimmig, ungeschönt und stolz mediterran — ein arbeitender Hafen, in dem man sich herrlich verlieren kann, und das natürliche Tor zur Provence.

Worauf Sie hören sollten

Jedes Wahrzeichen hier hat eine Geschichte, die es zu hören lohnt. Hoch über den Dächern wacht die gestreifte neobyzantinische Basilika Notre-Dame de la Garde — für die Einheimischen la Bonne Mère — über die Seeleute und belohnt den Aufstieg mit einem Panorama von den Inseln bis zu den Calanques. An der Hafeneinfahrt verbindet ein Fußgängersteg das Fort Saint-Jean mit dem MuCEM, dem Museum der Zivilisationen Europas und des Mittelmeers, dessen Betonspitzenwerk Galerien beschattet, die dem Meer gewidmet sind, das die Stadt hervorbrachte. Hinter dem Hafen klettern die Gassen von Le Panier — dem ältesten Viertel — vorbei an Street-Art, Handwerksateliers und Wäsche zwischen den Fensterläden, während ein Audioguide jede Ecke in ein neues Kapitel verwandelt.

Zuhören erschließt auch die schwerer lesbaren Schichten: die festungsartige mittelalterliche Abtei Saint-Victor über dem Südkai, die Canebière — die Prachtstraße, die die Stadt einst der Welt vorstellte — und den Palais Longchamp, ein prunkvolles Wasserschloss, gebaut zur Feier des Kanals, der der durstigen Stadt endlich frisches Wasser brachte.

Jenseits der Kais

Nehmen Sie vom Alten Hafen aus ein Boot zum Château d'If, der Inselfestung und dem Gefängnis, das Alexandre Dumas im Grafen von Monte Christo berühmt machte, oder fahren Sie weiter zum hellen Kalksteinarchipel Frioul. Südlich der Stadt verbirgt der Nationalpark Calanques 26 türkisfarbene Buchten zwischen weißen Klippen — eine der dramatischsten Küstenlandschaften Frankreichs, nur eine kurze Fahrt vom Zentrum entfernt.

Kommen Sie wegen der Bouillabaisse und der Aussichten; bleiben Sie, weil Marseille sich nie für Besucher verstellt — es lebt einfach und lässt Sie zuhören.

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