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Málaga

Málaga ist Picassos sonnenverwöhnte andalusische Heimatstadt, in der ein römisches Theater, eine maurische Festung und eine boomende Museumsszene auf Strände und Tapas an Spaniens Costa del Sol treffen.

Orte in Málaga

Picassos Heimatstadt an der Costa del Sol

Jahrzehntelang sahen die meisten Reisenden Málaga nur aus dem Flughafenshuttle, auf dem Weg ins Badeort-Resort. Ihr Verlust: Dies ist eine der ältesten Städte Europas, mit rund 3.000 Jahren phönizischer, römischer und maurischer Geschichte, geschichtet in einem fußläufigen Zentrum am Meer — und heute gibt es hier mehr Museen pro Quadratkilometer als fast irgendwo sonst in Spanien. Eine ideale Stadt, um sie mit selbstgeführten Audiotouren im Ohr zu durchstreifen: Jeder Stein erzählt seine Geschichte, während Sie das Tempo zwischen Festung, Kathedrale und Strand selbst bestimmen.

Drei Jahrtausende an einem Hang

Nirgendwo schichtet sich Geschichte so wie am Hang unterhalb des Monte Gibralfaro. Auf Straßenniveau liegt das Römische Theater, im 1. Jahrhundert v. Chr. erbaut und bis zu seiner Wiederentdeckung 1951 unter der Erde verborgen. Direkt darüber erheben sich die Hufeisenbögen und Brunnenhöfe der Alcazaba, der maurischen Festungs- und Palastanlage aus dem 11. Jahrhundert, und noch höher die Mauern des Castillo de Gibralfaro mit weitem Blick über Hafen und Mittelmeer — zu jeder Station gibt es einen Audioguide, der erklärt, was Sie gerade sehen. Wenige Straßen weiter steht die Kathedrale, die die Einheimischen La Manquita nennen, „die Einarmige", nach dem nie vollendeten Südturm.

Eine wiedergeborene Kunststadt

In Málaga wurde 1881 an der grünen Plaza de la Merced Pablo Picasso geboren, und das Museo Picasso Málaga zeigt mehr als 200 seiner Werke in einem Palast aus dem 16. Jahrhundert. Die Stadt hat ganz auf dieses Erbe gesetzt: Ein bunter Glaswürfel am Wasser beherbergt das Centre Pompidou Málaga, die erste Auslandsdependance des Pariser Museums, während das einst heruntergekommene Viertel Soho zu einer Freiluftgalerie großflächiger Street-Art geworden ist.

Märkte, Espetos und süßer Wein

Die alltäglichen Freuden der Stadt sind ebenso lohnend. Bummeln Sie durch die Eisen-und-Glas-Markthalle Mercado de Atarazanas, errichtet an der Stelle einer maurischen Schiffswerft, und schlendern Sie dann die marmorgepflasterte Calle Larios — seit 2003 Fußgängerzone und heute die elegante Hauptflaniermeile der Stadt — hinunter zur palmengesäumten Uferpromenade Muelle Uno. Am Playa de la Malagueta grillen Strandbuden Espetos, über offener Glut gespießte Sardinen, am besten begleitet vom süßen Moscatel-Wein der Region. Und da der schwindelerregende Schluchtenweg Caminito del Rey nur etwa eine Stunde entfernt ist, belohnt Málaga weit mehr als einen Zwischenstopp — gönnen Sie der Stadt ein paar Tage und lassen Sie die Audioguides drei Jahrtausende an Geschichten erzählen.

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