Die Römer nennen ihre Heimat Ewige Stadt, seit der Dichter Tibull den Ausdruck im ersten Jahrhundert v. Chr. prägte — und er passt noch immer: Keine andere Hauptstadt schichtet so viel Geschichte in ihre Alltagsstraßen. Der Legende nach gründete Romulus die Stadt am 21. April 753 v. Chr. auf dem Palatin, und alles Spätere — Republik, Kaiserreich, Papsttum, Renaissance und die pulsierende moderne Metropole — liegt direkt darüber. Rom entdeckt man am besten im eigenen Tempo, mit einem Audioguide im Ohr, und lässt jede Ruine, jeden Brunnen und jede Basilika ihre eigene Geschichte erzählen, sobald man sie erreicht.
Eine Stadt aus Schichten
Über die berühmten sieben Hügel am Tiber verteilt, ist Roms UNESCO-gelistete Altstadt im Grunde ein Freilichtmuseum, das man frei durchwandern kann. Marmorruinen der Antike liegen unter mittelalterlichen Gassen, die sich zu prächtigen Barockplätzen öffnen. Das Kolosseum und das Forum Romanum verankern den antiken Kern — ein Audioguide verwandelt die stummen Steine zurück in eine tosende Gladiatorenarena und den lauten Hauptplatz einer antiken Millionenstadt. Nur einen kurzen Spaziergang entfernt steht die gewaltige Betonkuppel des Pantheons seit fast zweitausend Jahren offen zum Himmel.
Kolosseum
Elliptisches römisches Amphitheater für Gladiatorenkämpfe mit Platz für Zehntausende Zuschauer.
Forum Romanum
Freiliegende Ruine des größten zivilen Zentrums der Antike, mit Cäsars Einäscherungsstätte.
Pantheon
Antiker Tempel und Kirche mit der weltgrößten unbewehrten Betonkuppel und Raffaels Grab.
Brunnen, Plätze und der Vatikan
Das barocke Rom ist eine Stadt des theatralischen Wassers: Der Trevi-Brunnen, 1762 am Ende eines antiken Aquädukts vollendet, sammelt noch heute täglich rund 3.000 Euro an Wunschmünzen — alles geht an wohltätige Zwecke. Jenseits des Flusses liegt die Vatikanstadt, das einzige Land der Welt innerhalb einer Stadt, wo der Petersdom und die Sixtinische Kapelle die kilometerlangen Kunstsammlungen der Vatikanischen Museen krönen. Die Audiogeschichte jedes Wahrzeichens lässt dich das Gedränge der Reisegruppen umgehen und verweilen, wo du möchtest.
Trevi-Brunnen
Barocker Brunnen an einer Palastfassade, gespeist von einem zweitausend Jahre alten römischen Aquädukt.
Petersdom
Imposante Renaissance-Basilika mit der höchsten Kuppel der Welt, errichtet über dem Grab des Apostels Petrus.
Sixtinische Kapelle
Papstkapelle mit Michelangelos Deckenfresken und dem Jüngsten Gericht an der Altarwand.
Vatikanische Museen
Päpstliche Kunstsammlung mit der Sixtinischen Kapelle, antiken Skulpturen und Meisterwerken der Renaissance.
Warum hinfahren
- Dichte — mehr weltberühmte Sehenswürdigkeiten in Gehweite als fast irgendwo sonst auf der Erde
- Atmosphäre — abendliche Passeggiata-Spaziergänge, Trasteveres laternenbeleuchtete Gassen, Espresso an der Theke
- Essen — Carbonara, Cacio e Pepe und Pizza al Taglio zwischen den Sehenswürdigkeiten
Wirf eine Münze in den Trevi-Brunnen, sagt die Tradition, und du kehrst garantiert zurück. Kaum eine Stadt lässt dieses Versprechen so verlockend klingen.

