Rhodos ist der Ort, an dem die Ägäis ihre Geschichte am höchsten stapelt. Gegründet 408 v. Chr., als sich drei antike Städte zusammenschlossen, war die Hauptstadt des griechischen Dodekanes seither Hafen des Kolosses, Kreuzfahrerfestung, osmanische Hafenstadt und italienisches Schaufenster — und jede Epoche hinterließ Mauern, Minarette und Marmor, durch die man noch heute gehen kann. Eine Stadt wie geschaffen fürs Erkunden auf eigene Faust mit Audioguide: kompakt, vielschichtig und voller Geschichten, die es nie auf die Hinweistafeln geschafft haben.
In Europas ältester bewohnter mittelalterlicher Stadt
Die mittelalterliche Stadt von Rhodos, seit 1988 UNESCO-Welterbe, ist kein Freilichtmuseum — rund 6.000 Menschen leben und arbeiten noch immer innerhalb der Mauern, die die Johanniterritter im 14. Jahrhundert errichteten. Hinter den Toren verflechten sich rund 200 Gassen, manche davon namenlos — genau deshalb zahlt sich hier ein Audioguide aus: Man kann sich absichtlich verlaufen und weiß trotzdem, was man gerade ansieht. In der gepflasterten Ritterstraße markieren die Wappen über den Türen die Herbergen der nationalen „Zungen“ des Ordens; am oberen Ende antwortet der Großmeisterpalast mit gotischen Sälen, Mosaiken und Zinnen, die unter italienischer Herrschaft restauriert wurden. Ganz in der Nähe beherbergt das große gotische Hospital der Ritter heute das Archäologische Museum mit der marmornen Aphrodite von Rhodos — und jede Station erzählt ihre eigene Geschichte in Ihren Ohren, während Sie davorstehen.
Jenseits der Mauern
Am Mandraki-Hafen stehen bronzene Hirsche auf den Säulen, auf denen die Legende die Füße des Kolosses verortet — jenes Weltwunders der Antike, das Chares von Lindos schuf. Weiter die Ostküste hinab klettert das weiß getünchte Lindos zu einer Akropolis auf dem Klippenfelsen hinauf, wo der Tempel der Athena Lindia den Fels seit etwa 300 v. Chr. krönt, während unten die Paulusbucht glitzert. Dazwischen liegen der goldene Sand von Tsambika, die türkisfarbenen Buchten der Anthony-Quinn-Bucht, die Rotunde aus italienischer Zeit an den Kallithea-Quellen und die schattigen Bachpfade im Tal der Schmetterlinge.
Eine Insel, drei Jahrtausende: Ritter und Sultane, Tempel und Strände — alles nah genug, um es auf einer einzigen Reise zu hören.
Ob Ihnen ein Kreuzfahrt-Nachmittag bleibt oder eine langsame Inselwoche: Rhodos entfaltet sich am besten im Schritttempo — eine Geschichte nach der anderen.