Mykonos, das weiße Juwel der Kykladen
Mykonos zeigt die Kykladen von ihrer schillerndsten Seite — eine kleine griechische Insel aus weiß getünchten Würfelhäusern, blau gekuppelten Kapellen und bougainvilleaüberwachsenen Gassen, die in den 1960er-Jahren zum Jetset-Spielplatz des Mittelmeers wurde, als Künstler und Freigeister ihr Licht entdeckten. Hinter dem Glamour verbirgt sich eine vielschichtige Geschichte von venezianischen Kaufleuten, Piratenüberfällen und einem der heiligsten Heiligtümer der Antike — und am besten hört man sie mit einer selbstgeführten Audiotour im Ohr, bei der jedes Wahrzeichen seine eigene Geschichte in Ihrem Tempo erzählt.
Ein Labyrinth, gebaut, um Piraten zu täuschen
Der Hauptort der Insel, Chora (Mykonos-Stadt), ist ein bewusst angelegtes Labyrinth: Seine engen, verwinkelten Gassen sollten plündernde Piraten verwirren, und heute führen sie Sie vorbei an Galerien, Cafés und den Boutiquen der Matogianni-Straße. Folgen Sie ihnen zum Wasser, und Sie erreichen die Ikonen, die jeden Audio-Spaziergang durch die Stadt verankern. Auf einer flachen Anhöhe stehen die Windmühlen von Kato Mili, erstmals im 16. Jahrhundert unter venezianischer Herrschaft errichtet, um Getreide für den Seehandel der Insel zu mahlen. Gleich darunter schlägt das Meer gegen Klein-Venedig, eine Reihe mittelalterlicher Kapitäns- und Kaufmannshäuser, deren bemalte Balkone direkt über den Wellen hängen — der klassische Sonnenuntergangsort von Mykonos. In der Nähe vereint die Kirche Panagia Paraportiani fünf kleine Kapellen zu einer skulpturalen, asymmetrischen weißen Masse — eine der meistfotografierten Kirchen Griechenlands.
Das heilige Delos, eine kurze Überfahrt entfernt
Eine kurze Bootsfahrt vom alten Hafen entfernt liegt Delos, die unbewohnte, UNESCO-gelistete Insel, die im Mythos als Geburtsort von Apollon und Artemis verehrt wird. Einst panhellenisches Heiligtum und später blühender römischer Freihafen, ist sie heute eine der bedeutendsten archäologischen Stätten Griechenlands — und mit einem Audioguide werden die Löwenterrasse (Marmorwächter, von den Naxiern im 7. Jahrhundert v. Chr. gestiftet), das antike Theater und die Villen mit Mosaikböden wieder lebendig.
Strände, Dörfer und die langsamere Insel
Die Südküste ist eine Kette gefeierter Strände — das glamouröse Psarou, das partyberühmte Super Paradise und die familienfreundlichen Buchten Platis Gialos und Ornos. Im Landesinneren schart sich das Dorf Ano Mera um das Kloster Panagia Tourliani aus dem 16. Jahrhundert — ein Beweis, dass jenseits der Beachclubs eine ältere, stillere Insel fortbesteht. Zwischen zwei Bädern verknüpft das Archäologische Museum am Hafen Mykonos mit Delos und der tiefen ägäischen Vergangenheit. Kommen Sie für den Glamour, bleiben Sie für die Geschichten — und lassen Sie die Audioguides die weißen Gassen mit den Stimmen ihrer Geschichte füllen.