Die älteste Stadt der Philippinen
Cebu City ist der Ort, an dem die aufgezeichnete Geschichte der Philippinen beginnt. 1521 erreichte Ferdinand Magellans Flotte die Insel, und 1565 gründete Miguel López de Legazpi die spanische Siedlung, aus der die älteste Stadt des Landes wurde — die „Königin des Südens“, heute eine pulsierende Hafenmetropole mit fast einer Million Einwohnern im Herzen der Visayas. Ihr koloniales Zentrum ist erstaunlich kompakt — ideal, um die Stadt mit Audioguides auf eigene Faust zu erkunden: Die Wahrzeichen der Gründerzeit liegen nur wenige Gehminuten auseinander, und jedes erzählt eine Geschichte, die weit größer ist als sein Grundriss.
Fünf Jahrhunderte auf wenigen Blocks
In einer kleinen achteckigen Kapelle im Zentrum steht das Magellankreuz, das die Stelle markiert, an der das Christentum erstmals in Asien Fuß fasste. Gleich nebenan bewahrt die Basilica Minore del Santo Niño — die älteste römisch-katholische Kirche des Landes, 1737 nach mehreren Bränden in Stein neu errichtet — das verehrte Bildnis des Jesuskindes, das Magellan der Königin von Cebu geschenkt haben soll. Ein kurzer Spaziergang zum Hafen führt zum Fort San Pedro, dem kleinsten und ältesten dreieckigen Bastionsfort der Philippinen, dessen Korallensteinmauern heute einen stillen Garten und ein Museum umschließen. Lassen Sie die Audioguides an jeder Station das Drama wieder aufleben — die Schlacht von Mactan, die Brände, den Galeonenhandel —, bevor Sie die Colon Street entlangschlendern, die älteste Straße des Landes, oder die Ahnenhäuser des Parian-Viertels besuchen.
Märkte, Berge und Lechon
Cebu ist ebenso eine Stadt des Appetits und der Höhenlagen. Der Carbon Market ernährt die Stadt seit über einem Jahrhundert; an den Ständen von Taboan türmen sich getrockneter Danggit und Mangos; und der abendliche Foodpark Sugbo Mercado serviert Cebus berühmten Lechon — Spanferkel, das viele Filipinos für das beste der Welt halten. Dann geht es in die Berge: Die kurvige Straße in die Bergbarangays führt an den Blumenterrassen des Sirao Garden und den Marmorkolonnaden des Temple of Leah vorbei — einem Schrein im römischen Stil, den ein Ehemann 2012 für seine Frau erbaute —, bis hinauf zu TOPS, der Aussichtsplattform auf rund 600 Metern mit 360-Grad-Panorama über Stadt und Meerengen. Wer im Januar kommt, erlebt den Sinulog, eines der größten Feste des Landes — Tänze zu Ehren desselben Santo Niño, der hier vor fünfhundert Jahren an Land ging.