Shanghai ist China in voller Lautstärke — eine Metropole mit fast 25 Millionen Einwohnern, in der Art-déco-Banken der 1920er-Jahre über den Huangpu-Fluss auf die höchste Skyline des Landes blicken. Bis in die 1840er ein bescheidenes Fischerstädtchen, explodierte die Stadt nach ihrer Öffnung als Vertragshafen zum „Paris des Ostens“ — heute ist sie Chinas Motor für Finanzen und Mode. Am besten erlebt man all das im eigenen Tempo, mit einer selbstgeführten Audiotour im Ohr: So erzählt jede Uferfassade und jeder Tempelhof im Vorbeigehen seine eigene Geschichte.
Zwei Skylines, ein Fluss
Beginnen Sie am Bund, dem geschwungenen Uferboulevard, an dessen Westufer sich neoklassizistische und Art-déco-Bauten aneinanderreihen — ein Audioguide erschließt hier die Banken, Handelshäuser und Grandhotels aus Shanghais Jazz-Ära. Wechseln Sie dann hinüber nach Lujiazui in Pudong, wo die futuristischen Kugeln des Oriental Pearl Tower neben dem 632 Meter hohen Shanghai Tower aufragen, Chinas höchstem Gebäude. Kaum ein Spaziergang packt ein Jahrhundert Ehrgeiz in eine einzige Flussüberquerung.
Das alte Shanghai, lebendig in den Gassen
Hinter den Türmen überlebt eine andere Stadt. Die Ming-zeitlichen Felsgärten und Koi-Teiche des Yu-Gartens verankern die Altstadt, Weihrauch zieht durch die vergoldeten Hallen des Jing'an-Tempels, und die Shikumen-Gassenhäuser von Tianzifang beherbergen heute Ateliers, Cafés und Kunsthandwerksläden. Die neonhelle Nanjing Road, Chinas berühmteste Einkaufsstraße, verbindet alles miteinander — mit geladenen Audioguides schlendern Sie von Gasse zu Gasse und erfahren doch die Geschichte hinter jedem Steintor.
Warum sich der Besuch lohnt
- Eine Skyline, die weltweit ihresgleichen sucht — am schönsten in der Dämmerung vom Bund aus
- Vertragshafen-Erbe: ehemalige Konzessionen, Platanenalleen und Art déco an jeder Ecke
- Xiaolongbao-Suppenteigtaschen und eine Küche, die jede Region Chinas abdeckt
- Das kostenlose Shanghai Museum mit einer der großen Bronzen- und Keramiksammlungen der Welt
- Ein leichter Ausflug zu den Steinbrücken und Kanälen der Wasserstadt Zhujiajiao
Von stillen Tempelhöfen bis zum Maglev mit über 300 km/h — Shanghai wechselt an einem Nachmittag zwischen den Jahrhunderten. Drücken Sie auf Play und lassen Sie die Stadt selbst erzählen.