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Guilin

Guilin ist Südchinas Karst-Wunderland: Kalksteingipfel steigen aus dem smaragdgrünen Li-Fluss, und an jedem Hügel, jeder Höhle und Reisterrasse haften Legenden.

Guilin, in Chinas Region Guangxi, ist die Stadt hinter tausend Tuschemalereien: eine Silhouette aus Karstkegeln aus Kalkstein, die steil aus dem smaragdgrünen Li-Fluss aufragen — so gerühmt, dass ein Dichter der Song-Dynastie ihre Landschaft zur „schönsten unter dem Himmel“ erklärte. Der Name bedeutet „Wald des süßen Osmanthus“, und im Herbst duftet die ganze Stadt danach. Ein Ort, den man am besten langsam aufnimmt — auf dem Wasser treibend, an Seepromenaden entlangschlendernd — während selbstgeführte Audiotouren erklären, wie uralte Meeresböden sich über zig Millionen Jahre in diesen unwahrscheinlichen Steinwald auflösten, Gipfel für Gipfel, Legende für Legende.

Eine Landschaft wie aus der Tuschemalerei

Das Wahrzeichen der Stadt ist der Elefantenrüsselberg, wo ein natürlicher Bogen namens Wassermondhöhle den Hügel wie einen riesigen, aus dem Fluss trinkenden Elefanten aussehen lässt — sein Audioguide erklärt, warum alte Dichter darunter „einen im Wasser treibenden Mond“ sahen. Wenige Kilometer entfernt führt die Schilfrohrflötenhöhle — der „Palast der Naturkunst“ — 240 Meter hinab in eine kaleidoskopische Unterwelt aus Stalaktiten; ihre Kristallpalast-Kammer leuchtet in farbigem Licht, konstant 18 °C zu jeder Jahreszeit. Und mitten im Zentrum erhebt sich der Gipfel der Einsamen Schönheit — „die Säule am südlichen Himmel“ — aus dem Gelände des Jingjiang-Fürstenpalasts aus der Ming-Zeit, einer ummauerten königlichen Residenz, deren Geschichte Guilin von der Kulisse zur Historie macht.

Überall Wasser

Nachts glüht der Wasserweg „Zwei Flüsse und vier Seen“ — Guilins „smaragdene Halskette“ — unter den Zwillingspagoden von Sonne und Mond, deren Spiegelbilder sich auf den stillen Seen verdoppeln. Tagsüber ist die klassische Reise der Li-Fluss selbst: 83 Kilometer spiegelglattes Wasser, das sich nach Yangshuo windet, vorbei am Hügel des Neun-Pferde-Freskos und der berühmten Flussbiegung bei Xingping, die auf dem 20-Yuan-Schein abgebildet ist.

Jenseits der Gipfel

Eine Stunde flussabwärts verbindet das entspannte Yangshuo Bambusfloßfahrten auf dem sanften Yulong-Fluss mit dem durchbrochenen Bogen des Mondbergs und dem Café-Treiben der West Street. Nördlich der Stadt ziehen sich die Longji-Reisterrassen in Wellen ganze Berghänge hinauf — über Jahrhunderte von Zhuang- und Yao-Bauern angelegt, im Frühjahr silbern geflutet, zur Ernte golden.

Beste Reisezeit

April–Mai bringt warme Tage und sattgrüne Hügel, September–Oktober klaren Himmel und goldene Reisfelder. Wann immer Sie kommen: Lassen Sie die Audioguides die Geschichten erzählen und behalten Sie die Gipfel im Blick — in Guilin gehören sie dorthin.

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Guilin Audioguide & Touren: Karstberge am Li-Fluss